Wie automatisierte Scoring-Software Bewerbungen aussiebt


Die Onlinebewerbung ist für die Stellensuche im Ausland zweifelsfrei die effizienteste Bewerbungsmethode, allerdings lauern hierbei unerwartete Fallstricke.

Um der Bewerberflut Herr zu werden, nutzen gerade große Unternehmen automatisierte Filtersoftware, die Bewerber aussieben soll, die keine traditionell oder adäquat erstellten Bewerbungsunterlagen einreichen oder in deren Bewerbungsunterlagen nicht die gesuchten Schlagwörter auftauchen.

Um zu vermeiden, dass der eigene Lebenslauf bereits ausgefiltert wird, bevor ein Personalmitarbeiter ihn sich überhaupt angesehen hat, sollten einige Tipps beachtet werden, die Autor Rick Gillis in seinem Buch „Job!: Learn How to Find Your Next Job In 1 Day“ beschreibt.

Um die Bewerbungsunterlagen so zu gestalten, dass sie nicht schon wegen der Form im Filter hängenbleiben, sollte man folgende Dinge beherzigen:

  • Eine konservative, serifenlose “Business”-Schrift wählen, so wie Verdana, Arial, Tahoma, or Calibri. Keine handschriftlichen Schriften benutzen.
  • Nicht die Kopfzeile des Dokuments für die Adressangaben nutzen, da Filtersoftware Kopf- und Fußzeile manchmal abschneidet.
  • Die Mindestgröße für Schriften sollte 11 Punkt sein.
  • Keine Tabellen zur Strukturierung einfügen.
  • Keine Grafiken und Logos nutzen.
  • Keine Rahmen einfügen.
  • 2.5 cm Seitenrand oben und unten lassen.
  • Vorsichtig mit horizontalen Linien und anderen Elementen zur Strukturierung sein, automatiserte Filter missinterpretieren diese oft.

Zusätzlich dazu können relevante Schlagworte aus der Stellenanzeige natürlich auch gezielt im Lebenslauf und Anschreiben gestreut werden, um von etwaiger Scoring-Software höher bewertet zu werden und weit oben im Stapel zu landen.

Bildquelle:  Anton Porsche (superanton.de)  / pixelio.de

1 Kommentar

  • Egon sagt:

    Erstmal alle Bewerbungen durch einen Filter jagen und sich danach beschweren, dass es keine kreativen Bewerber gibt sondern man nur ganz einheitliche Unterlagen bekommt. Im Grunde spart man sich durch solche Filter den gesamten Gestaltungsaufwand, also irgendwo auch positiv. Leider gibt es wahrscheinlich nicht nur einen dieser Filter der nach einem bestimmten System arbeitet sondern jedes Unternehmen hat seinen ganz eigenen, was die Sache dann doch schon wieder kompliziert macht… Ich denke hier ist es durchaus angebracht, sich eine seiner Bewerbungen optimieren zu lassen (z.B. auf http://www.deinebewerbung.de) um eine formale Vorlage zu haben. Was die effektivsten Keywords sind die man in seinem Anschreiben haben sollte wird man wohl trotzdem selbst rausfinden müssen. Schließlich geht es immer nur darum, was die Maschine gern hören möchte, und am Filter muss man vorher auch erst vorbei.

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