Wie ich im Ausland arbeite: Patrick Hundt



Wie ich im Ausland arbeite ist die neue Interview Serie auf Wildlife Crossing in der Auswanderer, Expats und Backpacker berichten, wie sie im Ausland und auf Reisen Geld verdienen und arbeiten. Den Auftakt macht dieses Mal Patrick Hundt, der als Online Marketer unterwegs ist, und dessen Arbeitsplatz die Welt ist:

Steckbrief

Name: Patrick Hundt
Beruf: selbständiger Online Marketer
Derzeitige Location: Laos
Abreisetag aus der Heimat: 10.08.2012
Wochenarbeitszeit: 20h
Website: www.101places.de

Was sind die Highlights Deiner Arbeit?

Meine Arbeit besteht derzeit aus zwei Teilen: Mit dem ersten verdiene ich das Geld und der zweite bringt mir den Spaß.

PatrickZum einen betreibe ich gemeinsam mit meinem Bruder eine Reihe von Websites, die wir mit Partnerprogrammen monetisieren. Wir verlinken also Online Shops und erhalten eine Provision, wenn ein Besucher in einem der Shops etwas bestellt. Finanziell ist es ein Highlight, macht mir aber nicht besonders viel Spaß.

Darüber hinaus betreibe ich meinen Reiseblog 101places. Ich investiere sehr viel Zeit in diesen Blog und versuche, ihn in den nächsten Monaten zu einem Business zu entwickeln. Im Idealfall kann ich also ein Einkommen generieren, indem ich über meine Reisen schreibe. Bis dahin ist es noch ein langer Weg, doch ich bin zuversichtlich, dass es machbar ist. Dieser Blog bereitet mir sehr viel Spaß. Ich kann das Erlebte noch einmal aufarbeiten und es gibt Menschen, die das sogar lesen wollen.

Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus?

Arbeitsplatz auf einer Fähre in Neuseeland

Arbeitsplatz auf einer Fähre in Neuseeland

Zurzeit habe ich keinen festen Arbeitsplatz. Ich stelle meinen Laptop einfach dort auf, wo es Wifi gibt. Meistens sind das Cafés oder Hotelzimmer. Am liebsten suche ich mir ein gemütliches Café, bestelle einen Cappuccino, lasse mir den Wifi-Code geben und lege los. Hin und wieder lehne ich mich zurück und beobachte ein wenig die Menschen. So macht mir die Arbeit Spaß.

Wie findet man einen Job wie Deinen?

Man rutscht da irgendwie rein. Ich bin im Jahr 2006 ins Online Marketing eingestiegen. Damals gab es keinerlei Ausbildungen oder Studiengänge für diese Branche. Das hat sich bis heute kaum geändert. Demzufolge steigen die meisten Online Marketer am Anfang über eine Traineestelle ein. Die Branche ist recht jung und sehr dynamisch. So kann man sich mit Engagement schnell nach oben arbeiten und im Idealfall selbständig machen.

Welche Software und welches Equipment brauchst Du unbedingt?

Ich brauche nicht viel. Auf Reisen habe ich lediglich einen Laptop dabei und eine externe Festplatte, um auf Nummer sicher zu gehen.

Da bei einigen Banken die TAN-Listen ausgedient haben, nehme ich noch einen TAN-Generator mit. Mehr Hardware habe ich nicht.

An Software brauche ich nur ein paar Apps und selbst die sind optional. Beispielsweise nutze ich Producteev zur Aufgabenverwaltung und Evernote, um mir Notizen zu machen. Längere Texte schreibe ich in einem Texteditor (iA Writer). Das war’s schon.

Der beste Ratschlag, den Du für Deinen Job bekommen hast?

Ein Ratschlag, an den ich immer wieder denken muss: Das Leben ist zu kurz für faule Kompromisse. Das pflegte mein früherer Chef stets zu sagen. Es hat nichts konkret mit dem Online Marketing zu tun, sondern lässt sich auf jeden Job, ja sogar alle Lebensbereiche anwenden. Anstatt sich immer nur irgendwie mit anderen zu arrangieren, sollte man seine eigenen Ziele im Blick behalten.

Gibt es einen Ort an dem Du jetzt auch gerne sein würdest?

Mekong in Laos

Mekong in Laos

Als Reisender möchte ich gern an ganz vielen Orten sein. Aber eines nach dem anderen. Momentan bin ich im wunderschönen Laos und möchte die Zeit hier genießen. Während meiner neunmonatigen Reise denke ich ungern ans nächste Land. Damit beschäftige ich mich immer erst ein paar Tage vorher.

Dein Website-Tipp für weltweites Leben und Arbeiten?

Es gibt einige digitale Nomaden, die ihre Erfahrungen in Blogs mitteilen. Von ihnen kann man sich Inspiration holen und auch ein paar Dinge lernen. Um ein Beispiel zu nennen: Kürzlich bin ich auf Nomadic Notes gestoßen. Der Autor ist bereits seit 10 Jahren digital arbeitend in der Welt unterwegs.

Wohin wird es in Zukunft gehen?

In einigen Wochen geht es erst einmal nach Hause. Den Sommer über werde ich in Deutschland verbringen, ein paar Dinge erledigen, Freunde treffen. Im Herbst geht es sicherlich weiter. Im Hinterkopf habe ich eine längere Südamerikareise, doch vielleicht wird es auch etwas anderes. Die Tendenz geht jedenfalls dahin, länger in den schönen Orten zu bleiben, die Zeit dort zu genießen und mir auch Zeit fürs Arbeiten zu nehmen.

Bildquellen: Patrick Hundt

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