5 Fehler, die ein Jobangebot kosten können


Nach einer langen Bewerbung für einen Job im Ausland, kommt endlich die heiß ersehnte Zusage und ein Unternehmen bekundet Interesse an den Bewerbungsunterlagen. Von nun an kann eigentlich nichts mehr schief gehen, die Koffer können quasi schon gepackt und ein Nachmieter gesucht werden. Doch halt, jetzt bloß nichts überstürzen und unüberlegt handeln, auf der letzten Meile kann noch so einiges schief gehen.
Warum? Fünf Fehler, die ein sicher geglaubtes Jobangebot auf’s Spiel setzen:

1. Lange Kündigungsfristen verschwiegen: Im Eifer der Bewerbung denkt vielleicht nicht jeder daran, dass Kündigungsfristen in Deutschland meist viel länger sind als im Ausland. Während das ausländische Unternehmen damit rechnet, dass der Bewerber innerhalb weniger Wochen umziehen und die neue Stelle antreten kann, hat der Kandidat unter Umständen noch eine dreimonatige Kündigungsfrist beim jetzigen Arbeitgeber einzuhalten. Kündigungsfristen betragen in vielen Ländern nur wenige Wochen und ausländische Unternehmen wissen oft nichts von den langen, deutschen Fristen. Falschen Erwartungen sollte man entsprechend vorbeugen und frühzeitig erwähnen, dass man mehrmonatige Fristen einzuhalten hat.

facepalm2. Unvorbereitetes Nachverhandeln: Es ist durchaus legitim, das angebotene Jahresgehalt noch etwas nach oben verhandeln zu wollen, jedoch sollte man sich gut vorbereiten und nicht zu hoch pokern. Wird das Wunschgehalt zu unrealistisch, besteht das Risiko dass der Arbeitgeber noch einen Rückzieher macht und sich für einen günstigeren Kandidaten entscheidet. Tipp: Durchschnittsgehälter für ähnliche Stellen im Vorfeld online recherchieren und statt des Jahresgehalts andere Dinge, wie Reise- und Umzugskosten oder eine bezahlte Krankenversicherung aushandeln.

3. Geschönter Lebenslauf: Bevor der Arbeitsvertrag unterschrieben wird, guckt so mancher Personalmanager noch einmal genauer hin. Bei Bewerbungen im Ausland können vor allem zu großzügige Übersetzungen von Positionen und Abschlüssen zum Fallstrick werden. Ehe das deutsche Diplom mit „Master“ im Lebenslauf übersetzt wird, sollte man einmal auf den Websites der ausländischen Universitäten nachsehen, ob auch im akademischen Rahmen so übersetzt werden würde. Auch andere Beschönigungen im Lebenslauf können jetzt noch auffallen. Wer von Anfang an ehrlich ist, riskiert seine Zusage dagegen jetzt nicht mehr.

4. Selbstüberschätzung: Falls die Gehaltsverhandlungen nicht so ganz laufen, wie man es sich gewünscht hat, kommt man vielleicht auf die Idee zu bluffen und damit zu drohen, die Stelle nicht anzunehmen. Statt Selbstbewusstsein strahlt diese Vorgehensweiese jedoch eher Arroganz aus und ein Arbeitgeber wird einen solchen Kandidaten wohl kaum daran hindern zu gehen.

5. Fettnäpfchen soziales Netzwerk: Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass viele Arbeitgeber sich die Zeit nehmen, die Onlineprofile potenzieller Kandidaten vor Unterschreiben des Arbeitsvertrags anzusehen. Zwar sind die berüchtigten, auschweifenden Partyfotos nur selten der Grund für eine Ablehnung, jedoch können entsprechende Bilder vor Stellenantritt noch für ein falsches Bild beim zukünftigen Chef sorgen.

Bildquelle: “Facepalm”, © Brandon Grasley, unter Creative Commons Lizenz

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