Jobangebot: Gehaltsverhandlung möglichst früh und hoch ansetzen


Auch wenn es den meisten unangenehm ist: Die Gehaltsverhandlung gehört zur Jobsuche dazu und sollte bei den Bewerbungsgesprächen nicht einfach übergangen werden, um ein Gehaltsangebot unter dem eigenen Marktwert zu vermeiden.

Die Gehaltsverhandlung sollte man dabei nicht zu spät ansetzen. Ein guter Zeitpunkt, das Gehalt anzusprechen, ist nach dem ersten Bewerbungsgespräch, wenn ein Mitarbeiter der Personalabteilung anruft, um einen Termin für ein zweites Gespräch zu machen. Nach dem ersten Gespräch sollte bereits relativ klar sein, ob man die Stelle ernsthaft in Erwägung zieht und ob auch das Unternehmen Interesse hat. Wer jetzt prüft, ob das angebotene Gehalt den eigenen Vorstellungen entspricht, verschwendet seine Zeit unter Umständen nicht für ein zweites Gespräch.

Gehaltsverhandlung AuslandAm Telefon kann man den Mitarbeiter einfach fragen, ob man vor dem zweiten Bewerbungsgespräch noch einige Infos zur Vergütung haben könnte. Wenn das Unternehmen dann nach dem bisherigen Gehalt fragt, empfiehlt es sich statt dem tatsächlichen Gehalt ein höheres Wunschgehalt anzugeben, um den Preis direkt hoch anzusetzen. Bei der Gehaltsangabe muss man nicht ehrlich sein. Das derzeitige Gehalt und die eigenen Finanzen sind Privatsache und gehen das Unternehmen nichts an. Würde der Recruiter das Gehalt des vorherigen Mitarbeiters in dieser Position nennen? Wahrscheinlich nicht. Warum dann selber mit offenen Karten spielen?

Es ist wie beim Autokauf: Wenn ich mir ein Auto ansehe, das ich gerne kaufen möchte, und der Verkäufer mich fragt, was ich zu zahlen bereit wäre, dann nenne ich natürlich einen Preis, der unter dem liegt, den ich wirklich bereit bin zu zahlen. Die Verhandlungsbasis für den Preis ist also gleich niedrig angesetzt. Ein guter Verkäufer würde den Käufer nicht fragen, was dieser zu zahlen bereit wäre, sondern gleich einen relativ hohen Preis nennen, bei dem er etwas Spiel hat, nach unten abzuweichen.
Als Bewerber muss man es halten, wie ein guter Verkäufer: Einen hohes Gehalt nennen, von dem aus dann runter verhandelt kann, statt den Arbeitgeber einen niedriges Gehalt nennen zu lassen, von dem aus man aufwärts verhandeln muss.

Bildquelle: “Office Politics: A Rise to the Top”, © Alex Proimos, unter Creative Commons Lizenz

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