Höhere Steuern für Backpacker in Australien: Lohnt sich der Aufenthalt noch?



Höhere Steuern für Backpacker in Australien: Lohnt sich der Aufenthalt noch?

Die australische Regierung hat Änderungen in der Besteuerung des Einkommens von Backpackern mit Working Holiday Visas ab dem 1. Juli 2016 angekündigt.
Zurzeit werden Working Holiday Maker steuerlich noch wie Australier behandelt, wenn sie mindestens sechs Monate im Land bleiben. Im Klartext heißt das, dass die ersten $18.000 Einkommen im Jahr überhaupt nicht und danach bis zu $37.000 mit 19% versteuert werden. Die meisten Backpacker fallen in diese Steuerkategorie, zahlen also keine oder vergleichsweise wenig Steuern.

11733395265_be76210594_zAb dem 1. Juli 2016 soll sich dies nun ändern und Working Holiday Maker werden steuerlich den temporär Erwerbstätigen aus dem Ausland (sog. Non-residents for tax purposes) gleichgestellt. Der Steuerfreibetrag und der geringere Steuersatz von 19% würden demnach wegfallen und Einkommen würde ab dem ersten Dollar mit 32.5% besteuert.

Backpacker bekommen für Tätigkeiten in der Landwirtschaft zurzeit rund $20 in der Stunde und bleiben damit oft unter dem Steuerfreibetrag von $18.000 im Jahr, dürfen also alles verdiente Geld behalten. Ab Juli 2016 würden von den $20 pro Stunde nur noch $13.50 übrig bleiben.

Für viele Backpacker dürfte Australien damit in Zukunft weit weniger interessant werden als andere Länder, wie Neuseeland oder Kanada, die ebenfalls Working Holiday Visas ausstellen.

Lohnt sich ein Working Holiday in Australien noch oder ist es besser ein Working Holiday in anderen Ländern zu machen?

Bildquelle: “So… what’s your story? Women’s T-Shirt”, © danielboard, unter Creative Commons Lizenz

Schreibe einen Kommentar

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de